Ginkgo, einer der am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffe, entspannt die Arterien und verbessert dadurch die Durch­blutung aller Organe. Da auch die Erektion von einer optimalen Blutzufuhr abhängt, hilft Ginkgo vor allem bei Potenzstö­rungen, die durch eine schlechte Durchblutung verursacht werden. In einer deutschen Pilot-Studie hatten 50 Prozent der Männer innerhalb von sechs Monaten wieder normale Erektionen durch die Einnahme von nur 60 Milligramm Gingko-Extrakt täglich. Die Ergebnisse konnten in einer späteren Studie unter Placebo-Kontrolle aber nicht bestätigt werden. Bis zu 240 Milligramm Ginkgo pro Tag gelten als unbedenklich. Dennoch empfehlen Urologen, zunächst mit Dosen von 60 bis 80 Milligramm zu beginnen und bei Bedarf zu steigern. „In Japan werden die unreifen Ginkgo-Samen gegrillt und gelten als ein sehr gutes Aphrodisiakum für Männer. Sie sollen Kraft in den Unterleib bringen“, berichtet Dr. Rätsch. „Wer öffentlich Ginkgo-Samen isst, deutet damit an, dass er erotischen Abenteuern nicht abgeneigt ist.“
Die Ginseng-Wurzel enthält neben zahlreichen anderen Wirkstoffen vor allem Ginsenoside. Diese bewirken wahrscheinlich eine Freisetzung körpereigener Hormone, unter anderem von Testosteron, das langfristig lust- und potenzsteigernd wirkt. „Bei der Wahl der Präparate ist aber Vorsicht geboten“, warnt Dr. Rita Rothmaler, Pflanzenexpertin aus Plön. „Die Droge wird häufig durch andere, wenig oder keine Ginsenoside enthaltende Ginseng-Arten verfälscht.“ Eine Zubereitung sollte mindestens 15 Prozent Ginsenoside enthalten. Aber aufgepasst: Ginseng ist kein Aphrodisiakum für den Notfall. Nur die regelmäßige Einnahme bewirkt eine Steigerung der Potenz.
Mit einem Wirkungseintritt von 15 Minuten wurde das Präparat Spedra in unserem Potenzmittel Vergleich als das am schnellsten wirkende Mittel identifiziert. Während die Empfehlung des Arztes bei den Potenzmitteln Viagra und Cialis lautet, das Präparat mindestens eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr einzunehmen, liegt die Empfehlung für das an zweiter Stelle gelistete Medikament Levitra bei 30 Minuten. Alle Angaben beziehen sich auf eine unbeeinflusste Einnahme des Medikaments. Faktoren, wie die Einnahme von Speisen oder alkoholischen Getränken kann sowohl die Wirkung als auch den Wirkungseintritt des jeweiligen Medikaments beeinträchtigen.
Im großen Vergleich der Potenzmittel punktet vor allem Cialis mit einer sehr langen Wirkungsdauer und einer Einnahme ohne große Vorplanung. In den kleinen Dosierungen ist sogar eine unabhängige tägliche Einnahme möglich, was ein nahezu “normales” – zumindest sehr spontanes, Sexualleben erlaubt. Gleichzeitig ist die Dosierung von Tadalafil relativ gering, eventuelle Nebenwirkungen fallen dadurch in vielen Fällen weniger stark aus. Ein weiteres Plus sind die vorhandenen Cialis-Generika (Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff, aber deutlich geringerem Preis).
Für wen der Griff nach Viagra und Co. noch zu früh erscheint, der kann es zuerst mit Naturmitteln wie Gingko und Yohimbin und mit einen der aphrodisierenden Lebensmittel versuchen. Von rezeptfreien Potenzmitteln ist aber abzuraten: Denn diese sind meist voller leerer Versprechen. Unterstützend können natürliche Potenzmittel durchaus ihre Wirkung entfalten, bei langanhaltenden Erektionsproblemen sollten Sie aber dann doch lieber zum Arzt.  

Wie bereits erwähnt ist es in Deutschland nicht möglich Potenzmittel ohne Rezept zu kaufen. Eine Verschreibung vom Arzt ist daher notwendig, um in der Apotheke Potenzmittel kaufen zu können. Wer es lieber diskreter mag, kann Erektionsmittel auch online kaufen. Im Internet ist allerdings Vorsicht geboten, weil es auch viele Angebote von illegalen Potenzmitteln gibt, die nicht selten sehr gefährlich sein können. An dieser Stelle kann bei Unsicherheiten ein Gespräch mit dem Arzt weiterhelfen. Es gibt zudem noch andere rezeptpflichtige Alternativen, so wie Spedra oder auch Viagra-ähnliche Mittel mit dem Wirkstoff Sildenafil.4
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